Earth, Wind & Fire

von René Thorsten Lauk

Warum EWF?

Ich glaube ich war 14 oder 15 Jahre alt. In dem Stadtteil in dem ich aufwuchs gab es einen Jugendklub der jeden Mittwoch und Samstag von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr und Samstags bis 22.00 Uhr Musikabende veranstaltete. Man(n) traf sich dort mit seinen Mitschülern/Mitschülerinnen und anderen Freunden und Bekannten zum Abfeiern und Tanzen. Neben den ersten, zaghaften Kontakten zu Mädchen, typischen Jungsgehabe wie Armdrücken und Sprüchklopfen hörte man der lauten und guten Musik zu. Eines Abends wurde ein Lied aufgelegt, das ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört hatte. Ein Synthesizer spielte das Intro. Langsam und sachte setzte ein Bläsersatz ein. Und dan ging es los. Die Bläser wurden kräftiger, die Gitarre spielte eine durchgehende, ins Ohr gehende, Begleitung. Schließlich startet ein mehrstimmiger Gesang die erste Strophe. Im erstem Moment erinnerte ich mich an die Bee Gees, aber das waren sie nicht. Was ich auf die Ohren bekam war Star von und mit Earth, Wind & Fire.Nach dem "Erlebnis“ in dem Jugendklub zog ich los und kaufte mir erst die Single und schließlich die LP I Am. Mich fasziniert der Sound, der Gesang und immer wieder die Einsätze der Bläser. Für mich verströmt die Musik positive Energie. Die Truppe durfte ich zweimal live erleben. Mitte der 80'er Jahre und dann noch einmal Mitte oder Ende der 2000'er Jahre. Zu diesem Zeitpunkt leider schon ohne den Kopf der Band Maurice White. Mit ihrem Bühnenoutfit, der Show und natürlich der Musik dauerte es nicht lange und das Publikum tobte.Im Laufe der Jahre kaufte ich mir jede neu erschienenen LP. Als die CD-Sammelbox The Columbia Masters in Deutschland auf den Markt kam, war ich bestimmt einer der Ersten, die die Box im Regal hatten. Zu meiner Sammlung gehört natürlich auch die DvD‘s Earth, Wind & Fire - Live By Request und Live at Montreux. Auch heute hält mich nichts und niemand zurück, wenn auf die Musik von EWF getanzt werden kann. Es vergeht keine Woche, in der nicht wenigstens ein Lied der Formation bei mir zu hören ist. Wie weit kann das Fan-sein gehen? Nun meine Kinder wurden sowohl in der Wohnung wie auch im Auto mit dieser Musik beschallt. Und mein Sohn ist bis heute Leidtragender meines "Wahnsinns". Er heißt mit Vornamen Maurice

Earth, Wind & Fire Part one

Seit über 50 Jahren agiert die amerikanische Soul- und Funk-Band nun schon auf den Bühnen dieser Welt. Im Lauf der Jahre verließen Musiker die Gruppierung und neu Musiker kam hinzu. Doch der Sound blieb unverändert und der Groove prägte ihre Musik.Der Schlagzeuger Maurice White gründete 1969 in Chicago eine Band, die eine Mischung aus Soul, Funk, Motown und Pop-Rhythmen mit afrikanischen Elementen spielte. Die Band gab sich den Namen The Salty Peppers. Der Erfolg stellte sich nicht ein und M.W. zieht zurück nach Los Angeles. Ein großer Teil der Band-Besetzung folgt ihm. Nun wird aus Salty Peppers, Earth, Wind & Fire. Etwas später überzeugt Maurice seinen jüngeren Bruder, Verdine, als Bassist in der Truppe einzusteigen. Das 1970 erschienene Debüt-Album „Earth, Wind & Fire“ und der 1971 veröffentlichte "The Need Of Love" haben keinen große Wirkung auf die Musikszene und keinen Erfolg. Die Unzufriedenheit von M.W. ist so groß, dass er die Truppe 1972 noch einmal einer großen personellen Veränderung unterzieht.Mit dieser Veränderung kamen der Keyboarder Larry Dunn, der Saxophonist Ronnie Laws, der Backgroundsüänger und Perkussionist Ralph Johnson und der Sänger Philip Bailey zu der Band. Besonders die Veränderungen im Bereich Gesang sollten sich später als hoher Wiederekennungswert herausstellen.
  • Gründungsjahr: 1969
  • Genre: Funk, Soul, Pop, Fusion
  • Maurice White (Gesang, Percussion)
  • Don Whitehead (Gesang bis 1972)
  • Sherry Scott (Gesang bis 1972)
  • Verdine White (E-Bass)
  • Michael Beale (Gitarre bis 1972)
  • Wade Flemons (Vibraphon, E-Piano, Gesang bis 1972)
  • Phillard Williams (Percussion bis 1972)
  • Chester Washington (Saxophone, Flöte bis 1972)
  • Leslie Drayton (Trompete bis 1972)
  • Alex Thomas (Posaune bis 1972)

Ehemalige Weggefährten

    GESANG
  • Jessica Cleaves (1972-1973)
  • Helena Davis (1972)
  • Kim Johnson (2005-2009)
  • Carl Carwell (1994-1997)
  • Kimberly Brewer (2002-2004)
  • Krystal Bailey (2004)
  • GITARRE
  • Johnny Graham (1973-1983)
  • Al McKay (1973-1981)
  • Roland Bautista (1972-1973, 1981-1983)
  • Sheldon Reynolds (1987-2002)
  • Dick Smith (1987-1991)
  • Bobby Gonzales (2001-2002)
  • John Johnson (2002-2004)
  • Greg "G-Mo" Moore (2002-2014)
  • Vadim Zilberstein (2004-2008)
  • DRUMS
  • Fred (Freddie) White (1974-1984)
  • Sonny Emory (1987-1999)
  • Gorden Campbell (1999-2001)
  • PERCUSSION
  • Beloyd Taylor (1981-1982)
  • David Romero (1993-2001)
  • Daniel de los Reyes (2002-2004)
  • KEYBOARD
  • Larry Dunn (1972-1984)
  • Vance Taylor (1987-1993)
  • Fred Ravel (1993-1994)
  • Morris Pleasure (1993-2001)
  • Mike McKnight (1996-1998)
  • Robert Brookins (1999-2003, ✟ 2009)
  • SAXOPHONE/FLÖTE
  • Andrew Woolfolk (1973-1993)
  • Ronnie Laws (1972)
  • TROMPETE/FLÜGELHORN
  • Ray Brown (1987-2004)

Earth, Wind & Fire Part two

Nach der letzten Umbesetzung innerhalb der Band sollte es noch einmal fast drei Jahre dauern, bis sich der erste Erfolg einstellte. 1975 lieferte die Band den Soundtrack zu dem Film That’s the Way of the World bei in dem sie auch selbst mitwirkten. Die aus dem Soundtrack ausgekoppelte Single Shining Star standen in zahlreichen Ländern weit oben in den Song-Top 10. Mitten in der heißen Disco-Phase startet die Band mit zwei Alben zum großen Erfolg durch. Auf beiden Longplayern finden sich zusammen acht Songs die es alle auf vorderste Plätzen in den R&B-Charts schafften. Einen weiteren Top-Hit gelang EWF mit dem Song September, der auf keinem neu veröffentlichten Album erschien, sondern nur auf dem 1978 erschienenen Longplayer The Very Best Vol.1. Weitere Hits folgten

Earth, Wind & Fire Part tree

Neben der Musik präsentierte sich die Band bei ihren weltweiten Bühnenshows in bunten, aufwändigen Kostüme. Dazu kam dann noch die außergewöhnliche Choreographie, welche sie präsentierten.Die Beginnenden 1980‘er werden eine unvermeidliche Schaffenspause fordern. Nach der Veröffentlichung von Faces im Jahr 1980 verlässt der Gitarrist Al McKay die Band. Das 1981 an den Start gehende Album Raise! kann mit dem Song Let's Groove noch einmal einen Hit verbuchen. Aber die Luft ist raus. Mit den im Jahr 1983 erschienen Alben Powerlight, hier bereits ohne die bekannte Horn-Sektion Phoenix Horns und Electric Universe legt die Band eine längst überfällige Auszeit ein. Die vergangenen 13 Jahre hatten bei allen Spuren hinterlassen.In der EW&F freien Zeit sind einige Akteure auf anderen Pfaden unterwegs. Verdine White betätigt sich als Produzent und Videoregisseur. Unter anderem produziert er ein Album von Level 42. Philip Bailey startet eine Solo-Karriere. Er nimmt einige Gospel-Platten auf. Schließlich bringt er das erfolgreiche Solo-Album Chinese Wall auf den Markt. Auch Maurice White veröffentlicht ein Solo-Album, zeichnet daneben aber auch für Produktionen von anderen Künstlern.Vier Jahre später entschließen sich die White-Brüder und Philip Bailey einen Neustart zu versuchen. Mit einer komplett neuen Band, nur der Background-Sänger Ralph Johnson ist wieder mit dabei und dem 1987 erschienenen Album Touch The World meldet sich EWF erfolgreich zurück. Mit den enthaltenen Songs Thinking Of You und System Of Survival gelingen ihnen gleich zwei Chartplazierungen. 1990 wird die Platte Heritage veröffentlicht. Der Versuch, den Songs einen mit Gastauftritten verschiedenen Künstler einen moderneren Anstich zu geben, bleibt erfolglos. Auf dem Markt floppt das Album und führt zur Trennung von Columbia

Earth, Wind & Fire Alben

  1. Head To The Sky 1973 Columbia Rec.
  2. Open Our Eyes 1974 Columbia Rec.
  3. That‘s The Way Of The World 1975 Columbia Rec.
  4. Gratitude 1975 Columbia Rec.
  5. Spirit 1976 Columbia Rec.
  6. All `N All 1977 Columbia Rec.
  7. The Best Of Eart, Wind & Fire Vol. 1 1978
  8. I'Am 1979 Columbia Rec.
  9. Face 1980 Columbia Rec.
  10. Raise! 1981 Columbia Rec.
  11. Powerlight 1983 Kalimba Prod.
  12. Electric Universe 1983 Kalimba Prod.
  13. Touch The World 1987 Kalimba Prod.
  14. Heritage 1990 Kalimba Pro.
  15. The Eternal Dance 1992
  16. Millennium 1993 Warner Bros. Rec.
  17. Live in Velfarre 1995
  18. Avatar 1996
  19. Greatest Hits Live 1996 Rhino Rec.
  20. In The Name Of Love 1997 Pyramid Rec.
  21. The Promis 2003
  22. Illumination 2005
  23. The Columbia Masters 2011
  24. Now, Then & Forever 2013 Sony Music

Auszeichnungen, Ehrungen

  • Grammy Award Nominiert: 17 Gewonnen: 7
  • American Music Award Nominiert: 12 Gewonnen: 5
  • BET Award Nominiert: 1 Gewonnen: 1
  • NAACP Image Award Nominiert: 3 Gewonnen: 1
  • Soul Train Music Awards Nominiert: 5 Gewonnen: 1
  • Rock and Roll Hall of Fame Aufnahme im Jahr 2000
  • American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) Aufnahme im Jahr 2002
  • GRAMMY Hall Of Fame 2004 für das Album That's The Way Of The World
  • Songwriter's Hall of Fame Aufnahme 2010 Maurice White, Phillip Bailey, Verdine White, Al McKay and Larry Dunn
  • Vocal Group Hall of Fame Aufnahme im Jahr 2013
  • Hollywood Walk Of Fame 1995

Earth, Wind & Fire Part four

Mit ihrem traditionellerem Sound und nun bei der Plattenfirma Reprise veröffentlichen EWF 1993 das Album Millennium. Obwohl der Song Sunday Morning für einen Grammy nominiert ist, bleibt der erhoffte Erfolg aus und die Plattenfirma kündigt ihnen.The Kaptain of the ship, Maurice White verlässt aus gesundheitlichen Gründen die Bühne und wirkt weiterhin als Texter, Produzent und Studio-Sänger mit. Mit dem Abgang von M.W. lenken nun Philip Bailay, Verdine White und Ralph Johnson die Geschicke der Band.Mit dem erscheinen des Album‘s In The Name of Love 1997 folgt das folgt das endgültige Aus für Maurice White. Das diagnostizierte Parkinson-Syndrom macht ein Arbeiten und Wirken für EWF und anderen Künstlern nicht mehr möglich.Mit Illumination legt die Band 2005 noch einmal ein neues Album vor. Der groovenden Funk mit Jazz-, Soul-, Disco- und Pop-Elementen klingt wie Earth, Wind & Fire eben klingen müssen. In ihrer langen Geschichte tourte Eart, Wind & Fire mehrmals um die Welt und hatte dabei Auftritte in Europa, Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika. Die Bühnenproduktionen waren ein unvergessliches Erlebnis voller spektakulärer Kostüme, Laserlicht, Pyrotechnik und faszinierender Illusionen, die die internationale Aufmerksamkeit auf ihren magnetischen Stil lenken und gleichzeitig die Live-Konzertwelt auf ein neues Niveau hebten

Maurice White

Geboren am 19. Dezember 1941 in Memphis, Tennessee. Maurice White war der Gründer und musikalische Kopf der Band. Nach seinem Abschluss der High School zog seine Familie nach Chicago. Wie auch immer es dazu kam, entdeckte er sein Talent für das Schlagzeug. Sein weiterer Werdegang machte ihn zu dem Studio-Schlagzeuger des Plattenlables Chess Records. M.W. zog es zum Musikstudium. Der damals schon bekannte Jazzpianist Ramsey Lewis holte White in sein Trio. Dieses verließ M.W. jedoch bald wieder, weil er etwas eigenen auf die Beine stellen wollte. Er gründete Salty Peppers.Außer EWF war White auch in eigener Sache aktiv. Im Jahr 1985, als es bei EWF gerade nicht so gut lief, brachte er sein erstes und einziges Solo-Album Maurice White heraus. Die Auskopplung des Ben E. King Klassikers Stand by me wurde ein kleiner Erfolg. Auch mit anderen Künstlern gab es Zusammenarbeiten.
  • Marcus Miller - 1993 The Sun Don't Lie
  • Richard Marx - 1997 Flesh And Bone
  • Kirk Whalum - 2003 Into My Soul
  • The Emotions - mehrmals
  • Barry Manilow - 1980 Barry
  • Barbra Streisand - 1984 Emotion
  • Neil Diamond - 1986 Headed For The Future
Ab dem Jahr 1995 traten Earth, Wind & Fire ohne ihren Chef auf. M.W. blieb der Band jedoch als Produzent, Texter und Studio-Sänger verbunden. Er baut sich ein erstklassiges Aufnahmestudio auf und bringt sein eigenes Label Kalimba an den Start. Er wendet sich dem Jazz zu und arbeitet zum Beispiel mit Ramsey Lewis, Jonathan Butler und Grover Washington Jr. . 1997 steigt Maurice White aus gesundheitlichen Gründen endgültig aus der Band aus. Bei der im Jahr 2000 erfolgten Aufnahme in die Rock'n'Roll Hall Of Fame spricht Maurice White das erste Mal über das bei ihm 1992 diagnostizierte Parkinson-Syndrom. Wie seine prominenten Leidensgenossen Michael J. Fox und Muhammad Ali engagiert er sich bis zu seinem Tod für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit bezüglich dieser Nervenerkrankung.Maurice White starb am 3. Februar 2016 im Alter von 74 Jahren in seinem Haus in Los Angeles.

Philip Bailey

Geboren am 8. Mai 1951 in Denver stieß Philip Bailey 1972 als Teil der Neugruppierung. In Denver aufgewachsen sang er dort im Kirchenchor. Nach dem Ende der High School-Zeit verschlug es ihn nach Los Angeles. Dort wurde der 20 jährige von Maurice White in die Band geholt. Bailey verfügt über einen Stimmumfang von vier Oktaven. Noch auffälliger ist sein Falsett-Gesang. Mit Earth, Wind & Fire gewann er zahlreiche Auszeichnungen. Bailey schrieb einige bekannte Songs für EWF und wurde dafür in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Während der Schaffenspause von EWF unterschrieb Bailey einen Solovertrag bei der Plattenfirma Columbia. Das erste Album Continuation, produziert von George Duke, war ein eher mäßiger Erfolg in den USA. Das zweite Album Chinese Wall wurde von niemand geringeren als Phil Collins produziert. Er war jedoch nicht nur der Produzent sondern trommelte auf allen Songs und schrieb zusammen mit Bailey und dem Bassisten Nathan East und Philip Bailey den Hit Easy Lover. Das Lied wurde ein internationaler Erfolg und erreichte unter anderem Platz 1 in Großbritannien und Platz 2 in den USA. Mit Inside Out nahm er nur ein Jahr später sein drittes Album auf, für das er sich Nile Rodgers als Produzenten dazuholte. Auch hier war der Erfolg eher übersichtlich. Konnten die ersten drei Alben eher der Pop-Musik zugeordnet werden, wandte er sich mit den Alben The Wonders of His Love, Triumph und Family Affair der Gospelmusik zu. Für Triumph wurde Bailey 1987 mit einem Grammy Award für die beste Gospeldarbietung eines männlichen Interpreten ausgezeichnetEarth, Wind & Fire kamen zurück und seine Rolle in der Band sollte noch wichtiger werden. 1994 arbeitete er noch einmal an einem Soloalbum. Jedoch war die Platte Philip Bailey, so hieß sie, ein Flop. Ende der 1990er Jahre widmete sich Bailey noch einmal weiteren Soloprojekten. Nach einem weiteren Gospelalbum wandte er sich 1999 dem Smooth Jazz zu. Erneut arbeitete er bei seinem Album Dreams mit bekannten Künstlern des Genres zusammen, unter anderem mit Gerald Albright, Grover Washington Jr. und Pat Metheny. 2002 erschien Soul on Jazz, das Jazzstandards und Remakes enthält. Das Album schaffte es auf Platz 45 der Jazzcharts.Seit sich Maurice White von der Bühne zurückgezogen hat, führt Philip Bailey mit dessen Bruder Verdine White und Ralph Johnson die Band Earth, Wind & Fire.

Verdine White

Geboren am 25. Juli 1951 in Chicago/Illinois ist der jüngere Bruder von Maurice White. Verdine White spielt seit Anfang der 1970er Jahre E-Bass in der Bands seines Bruders. Der Plan seines Vaters war, dass Verdine ebenfalls Arzt werden sollte. Doch daraus wurde nichts. Bereits in seiner Jugend begann er mit der Ausbildung am Kontrabass. Später sagte er einmal warum es unbediungt der Kontrabass war: "Das Instrument stand alleine in der Ecke der Orchesterklasse. Groß, mysteriös und majestätisch, so anders als alle anderen, dass es mich anrief und die Liebesbeziehung begann." Nach mehreren Jahren beim Chicago Symphony Orchestra (CSO) begann Verdine seine berufliche Laufbahn als E-Bassist in lokalen Jazzclubs in ganz Chicago und den Nachbarstädten. Seine Ausflüge an den Hot Spots ermöglichten es ihm, seinen unnachahmlichen Stil und seine Technik zu perfektionieren. Verdine ist bereits ein versierter Bassist und gründete zusammen mit seinem Bruder Maurice White in Los Angeles eine der erfolgreichsten POP- und R & B-Bands aller Zeiten ... Earth Wind and Fire. (EWF)Seine Ideen und seine Kreativität prägten die Bühnenshows und Kostüme

Ralph Johnson

Geboren am 4. Juli 1951 in Los Angeles. Ralph Johnson wuchs in einem sehr musikalischen Elternhaus auf. Im Alter von acht Jahren erhielt Johnson seine erste Snare Drum and Drum Lektion. Bevor es für ihn bei EWF los ging, war er unter anderem bei den Gruppen Vor seiner Karriere war Johnson aktiv in den Projekten Maverick Splash und The Master"s Children. Die beiden White-Brüder lernten Johnson kennen, als dieser in einer lokalen Band spielte. Letztlich kam der Kontakt über den damalige EWF-Gitarrist Michael Beale zu stande. Er rief Johnson an, als die Bänd nach neuen Musikern suchten. Im Jahr 1971 bewarb sich Ralph Johnson offiziell und stellte sich bei einer Audition vor. Er bekam den Posten und war ab 1972 fester Teil der Band. Seit dieser Zeit ist R.J. stetiges Mitglied von EWF. Doch neben EWF trat er ab 1973 immer mal wieder als Mitglied der Gesangsgruppe The Impressions auf. So kam er zum Beispiel zu einem Gastauftritt auf dem 2001 erschienenen Album Reptile von Eric Clapton. 1991 wurde die Gesangstruppe in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und 2003 in die Vocal Group Hall of Fame. Immer wieder war Johnson auch für andere Künstler als Perkussionist und Produzent aktiv. So produzierte er die Hitsingle Treat Her Like A Lady, von den The Temptations. die in den britischen Charts Platz 12 erreichte. Wenn Johnson nicht unterwegs ist, geht er dem Kampfsport nach. Er hält zwei Blackbelt Degrees. Ein Tang Soo Do 1. Grades und ein 3. Grad in Kung Fu Sansoo. Weiterhin ist er zertifizierter Taucher mit einer fortgeschrittenen Open-Water-Zertifizierung und ein enormer Liebhaber des Jazz.

The Phenix Horns

Was wäre die Musik von Earth, Wind & Fire ohne den brachialen und Staccato-typischen Einsätzen der Bläsersektion? Neben der Kombination der Stimmen von Maurice White, Philip Bailey und Ralph Johnson sind die Bläser ein weiterer markanter Punkt in der Musik von EWF. Die Truppe bestand aus folgenden Musikern.
  • Don Myrick 1940 - ✟1993 Saxophone
  • Louis Satterfield 1937 - ✟2004 Posaune
  • Rahmlee Michael Davis Trompete
  • Michael Harris 1953 Trompete
Anfangs war die Truppe fester Teil von EWF. Doch bekannter die Band wurde, um so bekannter wurden auch die The Phenix Horns und ihre einzelnen Musiker. Mit der Zeit wurde die Truppe und einzelne Mitglieder auch von anderen Künstlern gebucht. Unter ihren Auftraggebern waren zum Beispiel:
  • Phil Collins
  • La Toya Jackson
  • France Gall
  • The Whispers
  • Ramsey Lewis
  • The Gap Band
  • James Ingram
  • Heaven 17
  • Bobby Womack
  • Frida
  • Genesis

Wissenswertes