René Lauk

Schlagzeug & Cajon

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Aktuell spiele ich ein Gretsch "New Classic" in einer reinen Bebop-Konfiguration. Das ideale Set für meine Aktivitäten in dem Edgar Demling Swingtett. Die Kessel der Trommeln bestehen aus amerikanischem Ahornholz. Mit den Becken (Cymbals) bin ich bei dem türkischen Herstellet Anatolian gelandet. Im Gegensatz zu den "Platzhirschen" ZILDJIAN, PAISTE und SABIAN bietet ANATOLIAN gute Qualität zu fairen Preisen. Aber ich will nicht ausschließen, dass ich mir irgendwann mal den Luxus leiste, ein Cymbal von einem der drei Hersteller zu erwerben.

Als das Herz eines Schlagzeugs wird sehr häufig die Snare-Drum bezeichnet. Auf jeden Fall dürfte es sich um das Charakter stärkste Mitglied in einem Set handeln.
Vor einigen Jahren hatte ich die Idee mir selbst eine Snare zu bauen. Ganz nach meinen Wünschen bezüglich Holz, Maße und Aussehen. Als erster Schritt stand die Recherche an. Ich suchte nach Händlern, von denen ich alle benötigten Teile beziehen könnte. Neben amerikanischen Anbietern fand ich schließlich ST-Drums und Cube Personal Drums
Meine Entscheidung fiel auf einen 10ply (Holzlagen) Buche-Kessel mit den Maßen 13' Inch Durchbesser und 7' Inch Höhe. Trommelmaße werden immer in Inch (ca.: 2,54cm) angegeben. Der Rand eines Kessels sollte für die Fellauflage bearbeitet sein. Das heißt, der Kessel bekommt auf beiden Seiten der Kesselkanten eine Gratung. Somit wird die Kante des Kessels so dünn als möglich gemacht. Dabei werden die Ränder in einem bestimmten Winkel bearbeitet. Das ermöglicht später eine geringe Auflagefläche für das Fell. Die Gratung konnte und wollte ich nicht selbst machen, also bestellte ich den Kessel mit Gratung.
Hier der Einkaufszettel:
Das Einzeichnen der Bohrlöcher für die Spannböckchen erfordert sehr genaues abmessen und arbeiten. In meinen Augen das Schwierigste an einem Trommelbau. Bevor der Snareteppich installiert wird, muss man noch einmal kurz inne halten und überlegen, ob ein so genannten Snarebett benötigt wird. Das heißt, an der Position an sich der Snareteppich über das Resonanzfell spannt, kann an beiden Seiten des Holzkessels eine kleine Vertiefung in der Breite des Snareteppichs in den Kessel gehobel/geschliffen werden. Somit wird der Snareteppich näher an das Resonanzfell gebracht. Den letzten Schliff bekam meine Snare mit einer grünen Glitzerfolie. Der Klang ist "fett" und knackig. Jeder Schlagzeuger, der bisher auf dem Teil gespielt hat, war begeistert und wollte nicht glauben, dass es sich um einen Eigenbau handelt.

Seit November 2017 bin ich wieder mit dem Bau einer Snare befasst. Dieses Mal ist es ein 8ply Kessel, 14' x 5,5' aus Keller-Maple (Ahorn). Keller steht für den Hersteller des Holzkessel. Dabei handelt es sich um Holzkessel, wie sie zum Beispiel von Edel-Herstellern wie "Ayotte", "Craviotto", "GMS" und "Noble & Cooley" verwendet werden. Zum Einsatz kommt ein TAMA-Snareteppich mit 24 Spiralen und ein Aquarian American Vintage Schlagfell.
Das Bild Phase 1 zeigt den unbehandelten Kessel. Das Bild Phase 2 zeigt den Kessel nach dem Bearbeiten mit einer Lacklasurin Mahagonibraun.

Wenn ich mit Kraichgau Affair, JayCee oder Charly Weibel Musik mache, habe ich nie mein Schlagzeug dabei, sondern spiele auf einer Cajon (spanisch für Schublade oder Holz-Kiste) und etwas Zubehör. Aus purer Neugier kam ich zu der Kiste. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein brauchbarer Klang aus so einem "einfachen" Gegenstand entweichen konnte. Den Spaßfaktor schätzte ich auch nicht sehr hoch ein. Meine erste Kiste war eine sehr einfach gemachte Cajon von Meinl. Die richtige Sitzposition, der Einsatz der Hände und schließlich das Bespielen der Schlagfläche, ja, ich brauchte ein paar Versuche um mit diesem Instrument "warm" zu werden. Mein erster Gig mit einer der Cajon und die deren Abnahme mit einem Mikro überzeugte mich letztlich. Heute, drei Cajon-Modelle weiter und etwas Zubehör, möchte ich dieses Instrument nicht mehr aufgeben. Der Spaßfaktor ist groß und der Transport erheblich einfacher.

Aktuell spiele ich eine Cajon "Made in Austria". Neben einem guten Klang und der Tatsache, dass ich für den Bass-Klang nicht zu tief auf der Schlagfläche ansetzen muss, habe ich die Möglichkeit die Stellung des Snareteppichs in der Cajon, mit einer Zugvorrichtung von außen, zu verstellen.